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Heute war es so weit: Schülersprechtag! Der Tag, vor dem ich mich die ganzen Tage gefürchtet habe, weil ich einen Termin mit K. hatte. Ich war dann heute da und meine Angst war unbegründet! Es ist viel besser gelaufen, als ich dachte. K. war kein Stück abwegig sondern total offen mir gegenüber. Hat die ganze Zeit so lieb gelächelt, mich nach meinem Befinden gefragt und Interesse gezeigt, genau so wie früher und genau so, wie ich es gerne wieder möchte. Zunächst haben wir nur über Deutsch geredet, über meine Leistungen und was ich noch verbessern könnte. Dann ging es über in meine "Anfälle", wie ich sie so gerne nenne, und sie hat sich bei mir erkundigt, ob ich beim Arzt war und was dieser gesagt hat. Als ich ihr dann von den Beruhigungsmitteln erzählt habe hat sie mich gefragt ob diese denn auch helfen, was ich leider verneinen musste, da ich, wie erwartet, das gesamte Gespräch über gezittert habe wie noch nie. Sie hat mich dann gefragt, ob ich denn noch mal zum Arzt gehen würde, was ich bejat habe. Sie meinte, das sei die beste Entscheidung. Das ganze ging dann noch in ein Buch über und ich ein wenig weiteres Gequatsche und dann bin ich auch gegangen, ich und sie hatten ja einen Zeitplan einzuhalten. Danach bin ich zu meiner Spanischlehrerin gegangen mit der ich auch einige Zeit gequatscht habe, zwischendurch bin ich kurz zu meinem Sportlehrer geflitzt und danach bin ich zu meinem Mathelehrer gegangen. Zu guter letzt war ich noch bei meiner Klassenlehrerin. Alle haben sie mir das gleiche erzählt: "Du hast ja so ein Potenzial, du könntest, wenn du wolltest ganz leicht auf mindestens einer zwei stehen. Vom Intellekt her würdest du das auf jeden Fall schaffen, aber es liegt wohl an deiner Psyche und an deinen Problemen, dass du damit im Moment nicht klar kommst und das ist sehr schade. Du solltest jetzt die Initiative ergreifen und daran arbeiten bla bla, Laber rababer." alle haben sie mir das gesagt, alle labern sie von nem Haufen Potenzial und alle labern sie von meinen "Problemen" aber wenn man sie fragt, ob sie irgendetwas wissen meinen sie alle keine Ahnung zu haben. Ich glaube die wissen mehr, als sie zugeben. :$

Elli war heute krank. Ich hoffe einfach mal, dass sie Mittwoch wieder da ist, damit ich dann mit ihr reden kann. Sie wollte mir noch von dem Resultat mit dem
Gespräch mit unserer Schulsozialarbeiterin berichten und wie es jetzt weiter gehen soll. Sie hätte mich ja schon gerne in sowas wie na Therapie für Essgestörte aber da hab ich überhaupt nicht das Bedürfnis nach, da komme ich mir ja noch kränker vor. Keine Ahnung zu welchem Entschluss wir dann kommen werden, denn offen für Kompromisse wäre ich schon, denn sie möchte schließlich nur das Beste für mich. Ich bin ihr so unendlich dankbar für alles, was sie für mich tut und hoffe, dass sie noch sehr, sehr lange an meiner Seite bleiben wird, was sie mir ja aber sowieso schon vor längerer Zeit angeboten hat und was ich auch dankend angenommen habe. Sie meint sie wäre so lange da, wie es geht, bis zu ihrem Tod und das war so unglaublich herzergreifend, als sie dies sagte. Ich habe wirklich jemanden gefunden, der sich für mein Wohlbefinden einsetzt und sich um mich sorgt und es tut einfach nur unendlich gut, dies zu wissen.

Heute nach dem Gespräch mit K. ging es mir richtig gut. Ich hatte so gute Laune wie schon lange nicht mehr. Wie gut so ein wenig Aufmerksamkeit von einem bestimmten Menschen doch tun kann. Sowas ist doch nicht zu viel verlangt, oder? Es kann ja nicht so schwer sein mal zu lächeln und zu fragen wie es einem geht, oder?
Ich hoffe einfach K. wird sich in Zukunft in meiner Gegenwart einfach genau so verhalten wie heute, das reicht mir schon vollkommen aus.
Sie meinte übrigens auch, dass sie in Zukunft auf meine "Anfälle" achten möchte und mich dann, wenn es so sein sollte, versuchen möchte abzulenken. Mal sehen wies läuft.