#45

In Wirklichkeit ist mein Leben nur eine große Lüge, auf die ich sehr viel Glitzerstaub gestreut habe.


Irgendwie bricht in mir gerade alles zusammen. Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. In meinem Kopf herrsch Chaos, mein Verstand hat mich verlassen. Ich habe keine Kontrolle mehr über mich  und meinen Körper. Momente geschehen. Dinge passieren. Tage und Wochen vergehen. Sie ziehen an mir vorbei. Unbemerkt. Ungenutzt. Vergeudet. Ich sehe in nichts mehr einen wirklichen Sinn. Tue alles nur noch aus Zwang. Sachen die ich früher gern getan habe erledige ich heute nur noch ungern. Ich habe an nichts mehr wirklich Spaß. Es mag vielleicht so scheinen als hätte ich Spaß und man könnte auch denken, dass es mir manchmal gut geht aber so ist es nicht. Der schöne Schein trügt. In Wirklichkeit war ich schon verdammt lange nicht mehr richtig glücklich. Es wird alles immer schlimmer, alles drängt mich nur noch ein. Ich will nur noch allein sein, niemanden, wirklich keinen um mich herum haben. Komme mit niemandem mehr richtig klar und am aller wenigsten wohl mit mir. Ich versuche immer wieder vor mir selbst zu fliehen was unmöglich ist. Versuche mich auf alles zu konzentrieren außer auf mich. Dem einzigen Teil von mir, dem ich noch Aufmerksamkeit schenke ist der zerstörerische. Das einzige, was ich an mir noch zu lasse ist Zerstörung. Ich zerstöre mich ganz bewusst und es macht mir nichts aus. Es geht darum das kaputt zu machen, was mich ausmacht. Ich will nicht mehr ich sein, will nicht zulassen, dass so etwas realistische Zukunft hat. Muss alles an mir kaputt machen. Zertöre alles. Mein Äußerliches. Meine Einstellung zu allem. Meinen Charakter. All das, was so viele kennen bin nicht ich. Ich bin nur bei einer Hand voll Menschen so, wie ich wirklich bin. die anderen kennen nur meine fake Seite. Sie merken es nicht, mögen mich so, es macht mich traurig, dass sie nur mein unwahres Ich mögen.