Manche von euch kennen das vielleicht. Man lebt durch den ganzen Tag, ist glücklich und zufrieden, lacht und vergisst alles. Man hat Spaß mit Freunden und gammelt mit ihnen rum. Ist einfach glücklich. Dann beruhigt sich alles, man sitzt alleine rum. Macht Musik an und starrt ins Leere. Die Eltern gehen ins Bett. Immer noch alleine. Man denkt nach. Über alles. Kurz an die glücklichen Dinge die man erlebt hat. Schiebt sie beiseite. Denkt an den Stress, die Trauer, Die Vorwürfe. Die viel zu hohen Erwartungen. Der Druck immer froh, glücklich und gut zu sein. Nie Versagen, immer alles so machen wie die anderen es wollen. Man denkt an die Einsamkeit. Das man niemanden hat. Die Enttäuschungen. Man starrt weiter ins Leere, macht sich selber fertig, unfähig sich aus diesem Teufelskreis zu befreien. Das man schlecht ist, schlechter als die anderen. Nicht zu ihnen gehört. Das sie hinter deinem Rücken lästern, sich lustig machen. Man fragt sich was morgen bringt. Das gleich wie heute? Ein Pseudo-fröhlicher Tag? Eine umso traurigere Nacht? Immer noch alleine. Die Musik drückt auf den Kopf. Man selber drückt aufs Gemüt, die Laune. Wie soll das weitergehen? Was soll man erreichen? Man kriegt nichts hin. Lebt in der Hoffnung das irgendwas, irgendwann besser wird. Die Hoffnung nimmt ab. Mit jedem Tag. So wenige Menschen die einen zum Lachen bringen und einen glücklich machen. Man sucht nach Möglichkeiten. Doch am Ende versiegt die Hoffnung. Jeden Abend. Jeden Abend an dem man alleine ist. Jeden Abend an dem man sich überlegt was das Leben noch bringt. Ob man sich helfen lassen sollte. Jedes Mal die gleiche Antwort. Niemand würde einen Verstehen. Sie würden sich abwenden. Man weiß es genau. Jeden Abend schlafen legen. Mit einer Träne im Augenwinkel. Immer noch alleine.